Den richtigen Moment abpassen – So schlafen die Kleinsten am besten

Schon wieder ist es sehr spät geworden und die Kleinsten meckern nur noch, wollen aber nicht schlafen. Vermehrt versuchen Eltern ihre Kleinsten so lange wie möglich wachzuhalten, nur damit sie die Nacht durchschlafen. Doch ist dies der richtige Weg?

Wahrscheinlich kennen Sie es von sich selbst, je länger Sie gegen Ihre eigene Müdigkeit ankämpfen, umso fitter werden sie wieder. Genauso ist es bei unseren Kleinsten! Wachhalten bringt nämlich genau den gegenteiligen Effekt! Sind Kinder müde, sollte man schnellst möglichst reagieren. In diesem Moment fährt der Körper nämlich seine Aktivität herunter und das Schlafen klappt am besten. Hält man die Kleinen in diesem Moment wach, überwinden sie innerhalb von kürzester Zeit ihren „Tiefpunkt“ und sind danach meist aufgedreht und wach. Viele Kinder sind während einer Übermüdung nur noch am Schreien, weinen und kämpfen gegen sich selbst an. Der Körper gibt das Signal des Wachseins, sie selbst sind aber völlig erschöpft.

Eltern müssen hier sehr aufmerksam sein! Ist dieser Punkt erreicht, sollte man die Kleinen hinlegen, auch wenn es eine halbe Stunde vor der eigentlichen Schlafenszeit ist. Viele denken nun sicherlich, dass dies aber nicht zur regulären Tagesstruktur passt. Hier kann ich Ihnen jedoch sagen, dass die Tagesstruktur zwar eingehalten werden sollte, es aber auch immer wieder Ausnahmen gibt. An solchen Tagen haben die Kleinen wahrscheinlich sehr viel erlebt. Vielleicht waren Sie gemeinsam schwimmen oder auf dem Spielplatz? Die Kleinen sammeln viele Erfahrungen und nehmen Reize auf. Manchmal ist es so viel, dass sie eine Entspannungspause benötigen, da sie nicht mehr aufnahmefähig sind. Kinder sind dann müde und gehören ins Bett! Ganz gleich, ob es eigentlich noch eine halbe Stunde bis zur regulären Schlafenszeit hin ist!

Der richtige Zeitpunkt zum Schlafengehen sollte immer im Auge behalten werden. Hier heißt es den Tag so zu strukturieren, dass man abends zu Hause ist, wenn es dann losgeht. Einige Eltern sind der Meinung, dass es wichtig ist, dass die Kleinen mittags viel schlafen, um den Tag zu überstehen. Andere verkürzen den Mittagsschlaf, damit es abends dann schneller ins Bett geht. Beides ist nur in Maßen richtig. Lässt man die Kleinen mittags nämlich vielzulange schlafen, kann es sein, dass die Zeitspanne zwischen Mittagsschlaf und Abendschlaf zu kurz ist. Die Kleinen sind dann noch nicht müde genug. Lässt man sie jedoch zu kurz schlafen, sind sie abends meist zu früh müde. Hier muss ein gutes Gleichgewicht hergestellt werden. In der Regel sollten die Kleinen gegen 12 Uhr einen Mittagsschlaf machen. Je nach Müdigkeit, sollte man ihn auch nicht unterbrechen. Überlegen Sie, wann die zu Bett Geh Zeit abends stattfindet. Zwischen dem letzten Schlaf und dem abendschlaf sollten mindestens 5 Stunden liegen. Nur so ist gewährleistet, dass das Kind auch wirklich müde ist und entspannt schlafen kann. Geht es also abends um 19 Uhr ins Bett, sollte es spätestens um 14 Uhr aus dem Mittagsschlaf geholt werden.

Wenn Kinder beginnen Müdigkeitsanzeichen anzuzeigen, ist es meist schon zu spät. Augen reiben, rote Wangen oder ein ständiges Meckern bedeutet, dass die Übermüdung anfängt! Hier heißt es nun schnell reagieren. Man kann es sich so vorstellen: Wenn die Kleinen zwischen 17 und 18 Uhr ihr Abendbrot einnehmen, beginnt man mit der letzten Stunde vor dem Schlafengehen. Hier sollten Sie die Zeiten so anpassen, dass es in Ihre Struktur passt. Lassen Sie es in Ruhe essen und begeben sich danach in eine ruhige letzte Stunde. Diese Zeit fördert die Müdigkeit der Kleinen. Es dürfen nur leise Dinge gemacht werden. Dies kann ein warmes Bad sein, eine Bilderbuchbetrachtung oder einfach nur eine gemütliche Kuscheleinheit. Der Fernseher oder das Radio sollten ausbleiben und das Licht sollte gedämmt sein.

In dieser letzten Stunde geht es nur noch darum, sich auf das Schlafen vorzubereiten. Man verbringt mit dem Kind nochmal viel Zeit, damit es beim Einschlafen Mama oder Papa nichtmehr so viel benötigt.

Auch hier sind feste Strukturen wichtig. Die letzte Stunde vor dem zu Bett gehen ist so essentiell, damit das Kind versteht, dass nun der Zeitpunkt ist, wo es bald ins Bett geht.

Schafft man es, genau diese Struktur mit einfließen zu lassen, bringt es nicht nur Ihrem Kind, sondern auch Ihnen viele Vorteile. Das Kind kann sich langsam auf die zu Bett Geh Zeit vorbereiten und Sie haben es leichter, es hinzulegen. Das Beste daran ist, dass Eltern danach endlich nochmal Zeit für sich haben. Durch den geregelten Ablauf am Abend wird die gesamte Situation entspannter und man hat schnell den Dreh raus, wann es an der Zeit ist, mit der letzten Stunde vor dem zu Bett gehen zu beginnen. 

Kinder benötigen ausreichend Schlaf und sind deshalb auf die Kontinuität der Eltern angewiesen. Solange Kinder ausreichend schlafen, können sie sich körperlich, aber auch geistig optimal entwickeln und neue Energien für den Tag sammeln. Während sie schlafen lernen sie Neues und verarbeiten die vielen Erfahrungen des Tages.

Versuchen Sie deshalb stets, den richtigen Moment abzupassen und dem Kind die Struktur zu geben, die es benötigt!

Nur so kann man danach dann auch, mit Hilfe verschiedener Schlaftechniken, weitere Schwierigkeiten aus dem Weg räumen. Um Ihnen nochmal kurz aufzuzeigen, wann es höchste Zeit ist, das Kind schnellst möglichst ins Bett zu legen, möchte ich Ihnen hier noch die Anzeichen der Müdigkeit bei ganz kleinen, aber auch den älteren Kindern nicht vorenthalten:

Unsere Allerkleinsten reiben sich meist die Augen. Sie beginnen zu quengeln, fassen sich meist dabei ans Ohr oder in die Haare und wirken erschöpft. Des Weiteren haben sie keinen Appetit und sind nur sehr schwer noch zu begeistern. Ebenso beginnen sie, unruhig zu werden und schlagen manchmal einfach aus Frust nur noch alles zur Seite.

Ältere Kinder verhalten sich ähnlich. Meist verschlechtert sich die Laune innerhalb von Sekunden. Sie meckern und motzen nur noch, reiben sich die Augen und werden manchmal einfach nur noch wütend.

Manche Kinder legen sich einfach dorthin, wo sie gerade sind und versuchen sich eine Ruhepause zu gönnen. Im Großen und Ganzen sind die Verhaltensweisen sehr ähnlich, wobei die Kleinsten sich schnell wieder aufraffen. Ältere Kinder verweilen länger in einer schlechten Laune und lassen sich nicht mehr Recht machen.

Die kindlichen Signale sind sehr bedeutsam, insbesondere, wenn es um den Schlaf geht. Dazu finden Sie noch viele weitere spannende Informationen, aber auch Anregungen im Ratgeber „Endlich schlaf für mein Baby“!

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