Dunkel oder hell? Warm oder kalt? – Die richtige Schlafatmosphäre macht’s aus!

Wer sich schon mal Gedanken darüber gemacht hat, wie es wohl in anderen Ländern so ist, wird schnell gemerkt haben, dass wir in unserer Gesellschaft bereits sehr viel tun, damit es die Kleinen richtig gemütlich haben, wenn es um das Thema Schlafen geht. Früher wurde darüber kaum nachgedacht. 

Die Kleinen hingen bei Mama im Tragetuch oder wurden überall mit hingetragen. Die meisten schliefen einfach neben der Mutter im Bett oder sogar auf der Mutter. Angst, dass die Kleinen ersticken könnten gab es da noch keine. Heute ist dies bereits alles anders. Man hat weitere Erkenntnisse erlangen können und weiß, dass „Co – Sleeping“ nicht immer das Wahre ist.

Früher war es jedoch hilfreich, da die Kleinsten, Geborgenheit, Liebe und vor allem Wärme durch den Kontakt zur Mutter erhalten haben.

Damit Kinder heute entspannt schlafen können, gibt es aber mittlerweile andere Anregungen. Stets auf Mamas oder Papas Arm sein, ist schon lange nicht mehr zeitgemäß. Natürlich ist es in den ersten Wochen und Monaten wichtig, doch schnell merkt man, dass die heutige Gesellschaft gar nicht mehr dafür geschaffen ist. Mütter müssen kurz nach dem Mutterschutz wieder arbeiten und haben kaum die Möglichkeiten, die es früher gab, ihr Kind Monatelang zu Hause zu betreuen. Kita Plätze werden bereits ab dem vierten Lebensmonat ermöglicht und alles dreht sich nur um die Arbeit, die gemacht werden muss. 

Viele Familien sind sich deshalb nicht bewusst, wie wichtig es ist, für das Kind eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Nur dann kann es entspannt ein- und durchschlafen. 

Diesbezüglich muss man auch stets im Hinterkopf haben, dass die Kleinen meist zu Beginn in einem Beistellbett oder dem Stubenwagen nächtigen. Werden sie dann zu groß dafür oder die Eltern möchten wieder mehr Privatsphäre haben muss es schnell gehen und das Kind soll plötzlich im eigenen Zimmer und dem eigenen Bett schlafen.

Heute liegen sie noch eng an Mama gekuschelt und bereits am nächsten Tag sollen sie ganz alleine in diesem großen, fremden Bett schlafen. Dass dies nicht so einfach ist, hat sicherlich jede Mama schon bemerkt, die es genauso versucht hat.

Genau deshalb ist es so wichtig zu wissen, wie man eine angenehme Schlafatmosphäre gestalten kann, wo das Kind sich rundum wohlfühlt!

Das Kinderzimmer sollte deshalb stets mit Bedacht eingerichtet werden. Neben einem ausreichend großen Bett, das jegliche Sicherheitsstandards beinhaltet, sollte man auch das richtige Licht wählen. Der Körper der Kleinen reagiert darauf! Hat man ein sehr helles und grelles Licht, wird dem Körper das Signal gesendet, dass er wachbleiben muss. Ein dunkleres, gedämmtes Licht hingegen wirkt auf den Körper beruhigt und führt dazu, dass er runterfährt und in den Schlafmodus kommt.

Das Hormon Melatonin hilft hier dem Körper dabei, abzuschalten. Es wird verstärkt ausgeschüttet, wenn es dunkel ist und führt deshalb auch zu einem erholsameren Schlaf.

Natürlich ist mir bewusst, dass viele Kinder in kompletter Dunkelheit nicht alleine bleiben möchten. Hier kann man als Hilfestellung ein kleines Nachtlicht anbringen. Auch dies sollte nur gedämmt leuchten, sodass Melatonin, anstatt Serotonin ausgeschüttet wird. Das Serotonin führt nämlich dazu, dass Kinder aufwachen.

In der Regel reicht es, wenn das Nachtlicht nur solange brennt, bis das Kind schläft. Wacht es dann nachts auf, kann man es nochmal anmachen. Ansonsten sollte es aus bleiben, damit kein Serotonin ausgeschüttet wird und das Kind aufwacht. Auch sollte man nachts unbedingt vermeiden, das Hauptlicht anzumachen. An Schlaf wird Ihr Kind dann nicht mehr denken können!

Damit auch der Schlaf von älteren Kindern nicht gestört wird, empfiehlt es sich, alle elektronischen Geräte aus dem Kinderzimmer zu verbannen. Auch Fernseher, Handys und Tablets strahlen Licht aus und fördern somit die Serotonin Ausschüttung. Kinder können nicht erholsam ein- geschweige denn durchschlafen. Hier sollten Sie dringend darauf verzichten!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die Zimmertemperatur. Insbesondere in den besonders warmen und kalten Monaten muss man hier gut darauf achten. Das Kinderzimmer sollte zur Schlafenszeit immer maximal 19 Grad haben. Der unterste Wert sollte 16 Grad nicht unterschreiten. Da die Kleinsten ihre Körpertemperatur noch nicht ausreichend selbst regulieren können, ist es wichtig, dass der Raum lieber etwas zu kühl als zu warm ist. Zu viel Wärme würde bedeuten, dass der kleine Körper sehr viel Energie verbrauchen müsste, um ihn runter zu kühlen. Gefährlich wird es hier bei Kindern im ersten Lebensjahr. Der plötzliche Kindstod kann auftreten, wenn es zu warm im Raum ist! Bleiben Sie deshalb stets achtsam!

Sollten Sie bemerken, dass der Raum zu kühl ist, vermeiden Sie es, Decken und Kissen zu nutzen. Ziehen Sie Ihrem Kind dann einfach etwas mehr an. Der Kopf sollte immer frei bleiben, beim Schlafen!

Heizungsluft sollte nur im Notfall genutzt werden, da es die Luft austrocknet und zu Atemwegsproblemen führen kann.

Ist es Zimmer zu warm, empfiehlt es sich, das Fenster offen zu lassen. Hier sollten Sie jedoch ein Fliegen-/Insektenschutznetz aufhängen, damit Ihr Kleinstes nachts nichts durch wildes summen geweckt und verletzt wird.

Nasse Handtücher vor dem Fenster können die Luftfeuchtigkeit erhöhen und das Atmen bei warmen Temperaturen erleichtern.

Ihre Aufgabe ist es, stets nachzuschauen, ob das Kind nicht überhitzt oder auskühlt. Beide Phänomene sind möglich, egal wie warm oder kalt es im Zimmer ist. Kleiden Sie Ihr Kind stets wetterbedingt und nutzen Sie lieber Schlafsäcke für die jeweilige Jahreszeit, als Decken und Kissen. Hiermit ist die Gefahr einfach geringer und man macht sich weniger Sorgen. Zudem können die Kleinen dadurch entspannter schlafen.

Spricht man über die Schlafatmosphäre ist es ebenfalls wichtig, auf Geräusche und Störfaktoren zu achten. Die laute Waschmaschine, die neben dem Kinderzimmer steht, sollte vielleicht nicht gerade zur Schlafenszeit angestellt werden. Viele Eltern werden staunen, aber es gibt natürlich auch Kinder, die diese lauten Geräusche beruhigend finden. Manche Eltern stellen sogar explizit den Staubsauger an, weil sie wissen, dass ihr Kind dadurch besser einschlafen kann. Der Grund dafür ist sogar wissenschaftlich erwiesen. Geräusche, wie das „weiße Rauschen“ zum Beispiel, haben eine bestimmte Frequenz, die Babys beruhigen kann. Sie ähnelt den Geräuschen aus dem Mutterleib, die unsere Kleinen 9 Monate lang durchgängig gehört haben. Es entspannt sie und führt zu einem erholsamen Schlaf. Probieren Sie es einfach mal aus!

Ansonsten finden Sie alle weiteren Anregungen, Tipps und Tricks rund um das Thema kindlicher Schlaf im Hauptratgeber

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